Einfach königlich: Der kostbare Goldschmuck der Ostfriesinnen

Sie hatten schwer zu tragen an ihrer Tracht: Gold glänzte einfach überall an ihrem Körper, auf ihrem Kopf, an den Händen, den Füßen. Sie konnten sich solch kostbares Geschmeide leisten, das war die Botschaft und das zeigten sie auch gerne öffentlich. Besonders an Festtagen führten Ostfriesinnen eine Pracht aus, „daß man ähnliches in der gesamten Christenheit kaum jemals wieder sieht“, wissen Augenzeugen aus dem frühen 16. Jahrhundert zu berichten. Sie waren so reich behangen, „daß sie nicht weniger belastet als geschmückt erscheinen“. Ein wahres „Spectaculum“ für Besucher aus der Ferne. „Einfach königlich: Der kostbare Goldschmuck der Ostfriesinnen“ weiterlesen

Ein Nachruf auf das Goldene Zeitalter: Unico Manninga

Die Bilder der reich geschmückten Ostfriesinnen des Mittelalters sind nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch wissenschaftlich sehr wertvoll. Sie gehören zu den ältesten Aufzeichnungen von Trachten in Deutschland. Als sie 1893 erstmals im Emder Jahrbuch veröffentlicht wurden, war dieses eine Sensation für alle Volkskundler. Bis dahin schlummerten die Schönheiten über Jahrhunderte im Lütetsburger Hausbuch, dem Familienbuch der Schlossherren-Familie Inn- und Knyphausen. Denn der Auftraggeber der farbigen Blätter war vor langer Zeit ihr Vorfahr: Unico Manninga.

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Es ist hier alles Gold, was glänzt: Ostfriesland und das Edelmetall

Es verspricht ein goldenes Jahr zu werden, dieses 2019: Der Goldpreis steigt wieder und geht es nach dem Manager Magazin, kommt jetzt die Zeit für Goldfans. Wie passend für ein Jahr, das das zweite Jahrzehnt der 2000er Jahre abschließen wird, bevor wir dann in die Goldenen Zwanziger starten. Ein echtes Übergangsjahr also, wie gemacht für Gold, das die Chemiker als Übergangsmetall in ihrem Periodensystem der Elemente definieren.  Dort hat es mit der Ordnungszahl 79 und unter dem Symbol Au für lateinisch Aurum Platz genommen, in einer Nebengruppe, in der sich auch Kupfer und Silber befinden, die Münzmetalle. „Es ist hier alles Gold, was glänzt: Ostfriesland und das Edelmetall“ weiterlesen

Juliane von Ostfriesland: Geliebt und verehrt, gehasst und verlassen

Dies ist die unglaubliche Geschichte einer hessischen Prinzessin, die einst über Ostfriesland herrschte. Juliane von Ostfriesland führt mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges ein Leben in Saus und Braus, gönnt sich einen Barockgarten und regiert vom Lustschloss aus das Land. Bis man ihr alles entreißt: Macht, Vermögen – und ihren mutmaßlichen Liebhaber köpft. „Juliane von Ostfriesland: Geliebt und verehrt, gehasst und verlassen“ weiterlesen

Die Braut friert, Ostfriesland freut sich

Am 5. März 1631 bejubelt ganz Aurich noch die junge Gemahlin beim Einzug in die festlich geschmückte Residenz des ostfriesischen Grafen Ulrich II. Eine strapaziöse Reise liegt hinter ihr. Vom sonnenverwöhnten Darmstadt mit seiner romantischen Umgebung aus Rhein und Odenwald ist sie wochenlang in der Kutsche Richtung Norden gereist. Die Landschaft wird immer flacher, abwechslungsloser, morastiger. Dazu kommen Wind, die kalten Temperaturen des ausgehenden Winters. Was mag wohl in der 24-Jährigen vorgegangen sein, als sie noch am Tage ihrer Ankunft mit dem für sie fremden Mann fern der Heimat getraut wird? „Die Braut friert, Ostfriesland freut sich“ weiterlesen

Die süßen Jahre der herrschaftlichen Dekadenz

Ulrich und Juliane lassen es sich gut gehen. Sie lieben beide den Luxus, gutes Essen und das ausschweifende Leben. Man nascht jede Menge Süßes. Laut dem Inventarium der Auricher Silberkammer besitzt das Herrscherpaar 1634 allein 27 Konfektschalen. Drei davon sind innen wie außen vergoldet und mit dem ostfriesischen und hessischen Wappen verziert. Die Regierungsgeschäfte interessieren das junge Grafenpaar nicht sonderlich, das erledigen ihre Räte. Ein Geheimer Rat, sich an seine bewegte Zeit am Hof von Aurich erinnernd, hat keine allzu gute Meinung von der munteren Gattin seines hohen Herrn: „Die Gemahlin, Fürstin Juliane, nahm sich auf Befehl ihres Gemahls der Landessachen und Regierung, auch des Hauswesens an, war aber mehr zum Spazierenfahren und Reiten als zu ernstlichen Sachen geneigt.“ „Die süßen Jahre der herrschaftlichen Dekadenz“ weiterlesen

Familiendrama: Der Sohn nimmt blutige Rache

Im Handstreich entreißt ihr der älteste Sohn Enno Ludwig am 11. Mai 1651 nach fast drei Jahren die Regierungsgeschäfte. Er war in Wien vom Kaiser zum Reichshofrat ehrenhalber ernannt worden. Damit gilt der Achtzehnjährige offiziell als volljährig und regierungsfähig. Auf vehementem Drängen einflussreicher ostfriesischer Kreise und aufgehetzt von erbitterten Gegnern des Ehepaars Marenholz und Julianes, kehrt der junge Thronfolger überraschend in seine Heimat an den Auricher Hof zurück, um sein Erbe und seine Regierungsaufgabe sofort anzutreten. „Familiendrama: Der Sohn nimmt blutige Rache“ weiterlesen

Bildung: Ein Menschenrecht oder der Kampf der Hermine Heusler-Edenhuizen

Sie hat wirklich an vorderster Front gestanden: Zu einer Zeit als man(n) Frauen keine Bildung, keinen Beruf und auch sonst jegliche Fähigkeit zur geistigen Anstrengung zusprach, ist sie konsequent und mit viel Disziplin ihren Weg gegangen. Auf jedem ihrer Schritte betrat sie Neuland. Sie kämpfte um vieles, was heute selbstverständlich ist. So wurde sie zu einer Vorreiterin der frühen Frauenbewegung, der es schlicht um das Recht auf Bildung, auf den Besuch eines Gymnasiums, das Abitur und einen Studienplatz ging.

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Pioniere: Auf dem Weg zur UNESCO Biosphärenschule

Sie sind ganz vorne mit dabei, die sieben Berufsschüler aus Wittmund, und haben allen Grund zu strahlen. Ostfriesland will sich als Modellregion für eine nachhaltige Entwicklung positionieren und dabei spielt Bildung eine zentrale Rolle. Sie sind quasi Pioniere: Mit Thermobechern, aus denen möglichst bald alle in der berufsbildenden Schule trinken und die Plastikbecher in ihrer Cafeteria überflüssig machen sollen. Die BBS Wittmund ist eine von fünf Schulen, die der Nationalpark Wattenmeer im Rahmen eines Pilotprojekts zur „UNESCO Biosphärenschule“ zertifizieren will. „Pioniere: Auf dem Weg zur UNESCO Biosphärenschule“ weiterlesen