Dieses seltsame Gebilde ist ein Schlickstein. Ein expressives Kunstwerk aus Kinderhand, das ziemlich gut zeigt, worum es beim Ökowerk in Emden immer wieder geht: Um einen ganzheitlichen Blick auf die Dinge. Hier auf den Schlick, den man gesammelt und dann getrocknet hat, und aus dem ein Stück Kunst wurde. Die kleinen Künstler wissen danach, wo das Material her kommt, wie es sich anfühlt und was man daraus alles machen kann. Spielerisch lernen, kreativ an die Dinge herangehen, alle Sinne einsetzen – das ist hier direkt am Deich in Emden eines der wichtigsten Grundprinzipien bei der Vermittlung von Wissen. „Naturnah: Bildung ganzheitlich erleben im Ökowerk Emden“ weiterlesen
Autor: Petra Wochnik
Wasserburg des Wissens: Kleine Forscher im EEZ-Zukunftslabor
„B“ wie Bildung, das wird in Ostfriesland ganz groß geschrieben. Genauer gesagt: Umweltbildung. Denn darin ist die Region einer der Vorreiter im Land. Mit dem Energie-, Bildungs- und Erlebniszentrum (EEZ) in Aurich gibt es zudem ein pädagogisches Leuchtturmprojekt, das mit seiner modernen Ausstattung und Technik wohl zu den fortschrittlichsten der Bundesrepublik zählen dürfte. Wie eine silberne Festung thront es auf seiner Insel: Hier präsentiert sich eine Wasserburg des Wissens. „Wasserburg des Wissens: Kleine Forscher im EEZ-Zukunftslabor“ weiterlesen
Hermann Lietz-Schule auf Spiekeroog: Hinter den Kulissen eines außergewöhnlichen Internats
Wenn man über die Hermann Lietz-Schule (HLS) auf Spiekeroog schreibt, dann kommt man daran einfach nicht vorbei: das „Segelnde Klassenzimmer“. Dadurch ist das Internat von der ostfriesischen Insel überregional bekannt geworden, hier an der Nordseeküste wurde die einmalige Idee 1993 ins Leben gerufen. 25 Mal sind seitdem Schülergruppen zusammen mit ihren Lehrern und einer seemännischen Crew in die weite Welt gesegelt, haben ihr Schuljahr einfach auf dem Wasser fortgesetzt, staatlich anerkannt und nach gymnasialem Lehrplan. Wo kann man schon Mathematik und Physik ganz praktisch beim Segeln und Navigieren lernen, Geschichte und Politik auf den historischen Routen großer Entdecker nacherleben oder Erdkunde im Regenwald buchstäblich anfassen? „Hermann Lietz-Schule auf Spiekeroog: Hinter den Kulissen eines außergewöhnlichen Internats“ weiterlesen
Netzwerker der Nachhaltigkeit: Alles in Bewegung „auf Lietz“
Seit sieben Jahren leitet er die Hermann Lietz-Schule auf Spiekeroog: Florian Fock. Direktor dieses Internats inmitten einer weiten Dünenlandschaft zu sein, war schon immer etwas Besonderes. Viele von ihnen waren prägend in ihrer Zeit, die Meisten auch sehr lange im Amt. Sie haben alle die pädagogische wie wirtschaftliche Entwicklung ihres Hauses spürbar voran getrieben. So passt auch Fock in unsere Zeit: Sein Name steht bereits jetzt für eine Phase, in der die Schule sich stark mit allen Fragen der Nachhaltigkeit und der Verantwortung für das Wattenmeer beschäftigt und sich zunehmend als zentralen Ort für die Umweltbildung und -wissensvermittlung begreift. „Netzwerker der Nachhaltigkeit: Alles in Bewegung „auf Lietz““ weiterlesen
Eine Hausdame mit ganz viel Sanddorn im Dünen-Garten
Heidi Eisengarten ist die Hausdame im Hermann Lietz-Internat auf Spiekeroog. Wie bitte? Hausdame? Was ist das denn? Gut, man könnte auch Housekeeping Manager sagen. Das ist ein Begriff aus der Hotellerie und der trifft es eigentlich recht genau. Denn es geht hier ums Organisieren, um den reibungslosen Ablauf der kleinen Maschine „Lietz“ – und das Internat hat viel gemeinsam mit einem Hotelbetrieb. Der Arbeitsbereich einer Hausdame ist sehr vielfältig und in aller Regel im Management angesiedelt. Noch jeder Lietz-Direktor wusste um die Wichtigkeit dieser Funktion im Getriebe. „Eine Hausdame mit ganz viel Sanddorn im Dünen-Garten“ weiterlesen
Ausgesprochen revolutionär: Ein Landerziehungsheim am Meer
Der neue Mensch sollte gesund, bewusst und selbst bestimmt leben. Er strebte raus aus der Stadt und hinein in die Natur. „Anders leben“ war die Devise zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Es war die radikale Antwort auf die Auswüchse der Industrialisierung, die auch in Deutschland an vielen Orten zu spüren waren. Die „Reformbewegung“ umfasste nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens. Dazu gehörte auch die Erziehung und Bildung des Nachwuchses. Viele Dinge, die damals erprobt wurden, haben heute Eingang in die pädagogische Praxis gefunden – wie Gruppenunterricht, Waldschulen, Berufsschulen, musische Erziehung -, doch zu ihrer Zeit waren sie revolutionär. „Ausgesprochen revolutionär: Ein Landerziehungsheim am Meer“ weiterlesen
Trinkfest im Nordwesten: Friesisch herb in Jever und auch sonst recht durstig
Im 18. und 19. Jahrhundert, noch vor dem Siegeszug des Tees, war das wichtigste Getränk der Ostfriesen Bier, das sich jeder zu Hause selber brauen oder aus einer der nahe gelegenen Kneipen holen konnte. Der beliebte Bierkonsum wurde von der Obrigkeit sogar gefördert um zu verhindern, dass immer mehr Geld durch den Import von Tee ins Ausland floss. Denn die Zutaten für Bier wurden in ausreichender Menge im eigenen Land angebaut. Allein im kleinen Oldersum soll es einst 140 Braustätten gegeben haben. Bier zu brauen und zu trinken hat also eine lange Tradition in Ostfriesland.
Heute ist der Nordwesten Deutschlands vor allem bekannt für sein Jever Pilsener, das friesisch herbe Bier, das wie kein anderes für Frische, Freiheit und „Sich-einfach-fallen-lassen“ steht. In der Kleinstadt bei Wilhelmshaven gehen jährlich Millionen Liter Bier durch riesige Abfüllanlagen hinaus in die ganze Welt. Weithin prägen die gigantischen Tanks und die Lettern Friesisches Brauhaus das Ortsbild in „Malzhattan“. Doch wie kommt das berühmte Jever in die hohen Tanks? Was steckt genau hinter der gläsernen Fassade? Ostfriesland Reloaded hat nachgeschaut und sich bei den Experten in Jever über das Bierbrauen schlau gemacht.
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Dunkles Bier und Spiele: Der Ostfriesen Bräu-Fünfkampf
Braukurs, Biertasting, Bierseminar – hier hat man hat die Qual der Wahl, wenn man sich in ein ostfriesisches Bierabenteuer stürzen will. Seit fast zwanzig Jahren betreibt René Krischer sein Ostfriesen Bräu in Bagband bei Leer und hat eine regelrechte Erlebniswelt um sein Landbier und seine Brauerei aufgebaut. Den meisten Spaß und ganz viel Action verspricht das Bierseminar. Das haben sich auch sechzehn Herren gedacht, die sich an einem Samstagnachmittag im September vor der historischen Landbrauerei versammeln und angetreten sind zur „Erlebnisreise durch die Geschichte des Bieres“, wie es in der Ankündigung heißt. Damit die Lehrstunde nicht zu trocken wird, startet das Seminar mit einem kräftigen Schluck vom original ostfriesischen Gerstensaft: „Angezapft ist. Prost!“ „Dunkles Bier und Spiele: Der Ostfriesen Bräu-Fünfkampf“ weiterlesen
Watt’n Bier: Von der Küste, frisch gebraut in kupfernen Kesseln
Mittwochs geht es im Brauhaus zu Werdum los, denn dann ist wie immer Kochtag. So nennen Brauer den Tag, an dem sie ihren Sud ansetzen und das Bier brauen. Die erste Küstenbrauerei Deutschlands befindet sich in Ostfriesland. Ganz in der Nähe der Deichlinie zwischen den idyllischen Sielorten Neuharlingersiel und Carolinensiel entsteht die regionale Spezialität – ein quasi maritimes Bier. Seit April 2000 wird hier nach alter Handwerkskunst gebraut. Markus Brodmann und Olav Männel heißen die beiden Brauer, die hier kräftig Hand an Hopfen und Hefe, Wasser und Malz legen. „Watt’n Bier: Von der Küste, frisch gebraut in kupfernen Kesseln“ weiterlesen






