Eine kleine Geschichte zu den großen Sturmfluten

Die Weihnachtsflut von 1717, die als die verheerendste Sturmflut der Neuzeit in die Geschichte der Nordsee eingegangen ist, war bereits die zweite, die das Land an einem Weihnachtstag traf. Rückblickend war es aber immer wieder an Arheilgen, und nicht an Weihnachten, dass grausame Sturmfluten das Land überschwemmten. 1236, 1532 und 1570 war das der Fall. Auch eine schreckliche Sturmflut jüngeren Datums, die von 2006, passierte wieder an einem 1. November. Daher hat auch dieser uralte Spruch noch heute seine Berechtigung: „Allerheiligendag, Vrisland veel beklagen mag.“ „Eine kleine Geschichte zu den großen Sturmfluten“ weiterlesen

Wie gewonnen, so zerronnen: Beständig ist nur der Wandel

Vor 10000 JahrenWäre man vor zehntausend Jahren über Ostfriesland und die Nordsee geflogen, hätte man keine Küste gesehen, sondern Land. Denn die Nordsee ist ein relativ junges geologisches Meer. Damals war sie noch sehr klein in ihren Ausmaßen. Auch England gehörte noch zum europäischen Festland. Gut zu erkennen sind zu diesem frühen Zeitpunkt schon die Themse, der Rhein, die Weser und die Elbe, die heute noch natürliche Grenzen bilden. An der Doggerbank, die mittlerweile im Visier von Offshore-Investoren ist, mündeten sie alle in die Nordsee. „Wie gewonnen, so zerronnen: Beständig ist nur der Wandel“ weiterlesen

Ostfriesland von oben: Luftbilder vom Meister der Panoramen

„So schön wie das Mündungsdelta des Orinoko“, das hat mal jemand über die amphibische Landschaft von Nordseeküste und Ostfriesischen Inseln geschrieben. Die erschließt sich in ihrer ganzen Schönheit eigentlich nur von oben. Martin Stromann, der große Meister der Panoramen, hat sich oft schon auf Rundflügen mit kleinen Maschinen in die Lüfte über Ostfriesland begeben. Seit mehr als zwanzig Jahren macht er das, immer wieder. Und immer wieder war auch die grandiose Kulisse des Weltnaturerbes Wattenmeer Motiv. „Ostfriesland von oben: Luftbilder vom Meister der Panoramen“ weiterlesen

„Kein Deich. Kein Land. Kein Leben!“: Albert Brahms, Pionier des Küstenschutz aus Jever

Er hat sie persönlich erlitten, die verheerende Sturmflut von Weihnachten 1717. Sie wurde zu einem Wendepunkt in seinem Leben. Sein ganzes weiteres Dasein widmete der junge Mann fortan dem Küstenschutz und Deichbau. Die Rede ist vom Landwirt Albert Brahms, den die Umstände und eine große Wissbegierde zum Deichrichter und weithin anerkannten Experten machten. Er gilt als Pionier des Deichbaus und des modernen Küstenschutzes. „„Kein Deich. Kein Land. Kein Leben!“: Albert Brahms, Pionier des Küstenschutz aus Jever“ weiterlesen

„The Great Wall“: 610 Kilometer Deich schützen unser Land

Auch Deutschland hat einen riesigen Verteidigungswall. Nicht ganz so lang wie die Chinesische Mauer und auch nicht ganz so alt, aber mindestens genauso so wichtig für das Überleben der Menschen, die hinter ihm leben. Er ist so selbstverständlich da, dass wir ihn kaum noch wahrnehmen: der Deich. Das war nicht immer so. „„The Great Wall“: 610 Kilometer Deich schützen unser Land“ weiterlesen

Carolinensiel: Gehen Sie auf Zeitreise mit dem Deichgraf

Mit Warften fing der Küstenbewohner einst an sich zu schützen gegen die gewaltigen Stürme der Nordsee. Wie sich aus diesen zarten Anfängen der Deichbau entwickelte, Sielorte und Groden entstanden, darüber informiert eine Zeitreise mit dem Deichgraf in Carolinensiel. Die erste fand heute statt, weitere folgen nach Weihnachten und noch fünf im neuen Jahr. Veranstaltungsort ist das „Groot Hus“ im östlichen Teil des historischen Sielhafens, direkt am stimmungsvollen Weihnachtsmarkt rund um den schwimmenden Tannenbaum. „Carolinensiel: Gehen Sie auf Zeitreise mit dem Deichgraf“ weiterlesen

Schimmelreiter in Bildern: Die Kunst der Graphic Novels

Das Meisterstück unter den Novellen gehört zu den bildgewaltigsten Werken seiner Gattung: „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm ist wie ein fesselnder Film in Worten. 1888 veröffentlicht begeistert er bis heute, besonders schön als Graphic Novel. Gleich drei dieser kunstvoll arrangierten comicartigen Bildgeschichten zeichnen den Kampf des Deichgrafs Hauke Haien gegen die unbändige Gewalt der Nordsee nach. „Schimmelreiter in Bildern: Die Kunst der Graphic Novels“ weiterlesen

Tagung: Die Weihnachtsflut lässt noch immer schaudern

Erst für halb sieben Uhr morgens hatte man in Emden mit dem normalen Hochwasser gerechnet, doch schon um zwei Uhr nachts strömten die reißenden Fluten durch die Straßen der Stadt. Wie die gesamte Nordseeküste traf die katastrophale Sturmflut in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 1717 auch die Emder vollkommen überraschend und unerwartet. Einen Wasserstand von gewaltigen 4,45 Metern über Normalnull halten die historischen Chroniken dort schließlich in der Spitze fest. Auch die Große Kirche am Fuß des Burghügels entging damals nicht der Katastrophe und stand unter Wasser. 300 Jahre später ist das anders, da erreichen die Besucher trockenen Fußes die alten Backsteinmauern, die heute die ehrwürdige Johannes a Lasco-Bibliothek beherbergen. Am 12. Dezember 2017 waren es besonders viele. „Tagung: Die Weihnachtsflut lässt noch immer schaudern“ weiterlesen

Im Zweifelsfall tödlich: Trügerisches Wattenmeer

„Ich stehe hier auf einer Plat und muß ertrinken.“ Mit diesen wenigen Worten wurde er unsterblich. Tjark Evers aus Baltrum ist nur 21 Jahre alt geworden. Doch seine überaus bewegenden Zeilen, die er im Angesicht des nahenden Todes seiner Familie auf der heimatlichen Insel zum Abschied schrieb, währten weit über sein kurzes Leben hinaus. Sie rühren die Menschen bis heute. Wie gefährlich Nebel und schlechte Sicht im Wattenmeer werden können, davon zeugt sein unbarmherziges Schicksal, eine der tragischsten Geschichten Ostfrieslands, die historisch überliefert ist. Sie passierte vor gut 150 Jahren, am vierten Advent des Jahres 1866, direkt vor der Insel Baltrum. „Im Zweifelsfall tödlich: Trügerisches Wattenmeer“ weiterlesen