Es verspricht ein goldenes Jahr zu werden, dieses 2019: Der Goldpreis steigt wieder und geht es nach dem Manager Magazin, kommt jetzt die Zeit für Goldfans. Wie passend für ein Jahr, das das zweite Jahrzehnt der 2000er Jahre abschließen wird, bevor wir dann in die Goldenen Zwanziger starten. Ein echtes Übergangsjahr also, wie gemacht für Gold, das die Chemiker als Übergangsmetall in ihrem Periodensystem der Elemente definieren. Dort hat es mit der Ordnungszahl 79 und unter dem Symbol Au für lateinisch Aurum Platz genommen, in einer Nebengruppe, in der sich auch Kupfer und Silber befinden, die Münzmetalle. „Es ist hier alles Gold, was glänzt: Ostfriesland und das Edelmetall“ weiterlesen
Kategorie: Kunst und Kultur
Juliane von Ostfriesland: Geliebt und verehrt, gehasst und verlassen
Dies ist die unglaubliche Geschichte einer hessischen Prinzessin, die einst über Ostfriesland herrschte. Juliane von Ostfriesland führt mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges ein Leben in Saus und Braus, gönnt sich einen Barockgarten und regiert vom Lustschloss aus das Land. Bis man ihr alles entreißt: Macht, Vermögen – und ihren mutmaßlichen Liebhaber köpft. „Juliane von Ostfriesland: Geliebt und verehrt, gehasst und verlassen“ weiterlesen
Die Braut friert, Ostfriesland freut sich
Am 5. März 1631 bejubelt ganz Aurich noch die junge Gemahlin beim Einzug in die festlich geschmückte Residenz des ostfriesischen Grafen Ulrich II. Eine strapaziöse Reise liegt hinter ihr. Vom sonnenverwöhnten Darmstadt mit seiner romantischen Umgebung aus Rhein und Odenwald ist sie wochenlang in der Kutsche Richtung Norden gereist. Die Landschaft wird immer flacher, abwechslungsloser, morastiger. Dazu kommen Wind, die kalten Temperaturen des ausgehenden Winters. Was mag wohl in der 24-Jährigen vorgegangen sein, als sie noch am Tage ihrer Ankunft mit dem für sie fremden Mann fern der Heimat getraut wird? „Die Braut friert, Ostfriesland freut sich“ weiterlesen
Die süßen Jahre der herrschaftlichen Dekadenz
Ulrich und Juliane lassen es sich gut gehen. Sie lieben beide den Luxus, gutes Essen und das ausschweifende Leben. Man nascht jede Menge Süßes. Laut dem Inventarium der Auricher Silberkammer besitzt das Herrscherpaar 1634 allein 27 Konfektschalen. Drei davon sind innen wie außen vergoldet und mit dem ostfriesischen und hessischen Wappen verziert. Die Regierungsgeschäfte interessieren das junge Grafenpaar nicht sonderlich, das erledigen ihre Räte. Ein Geheimer Rat, sich an seine bewegte Zeit am Hof von Aurich erinnernd, hat keine allzu gute Meinung von der munteren Gattin seines hohen Herrn: „Die Gemahlin, Fürstin Juliane, nahm sich auf Befehl ihres Gemahls der Landessachen und Regierung, auch des Hauswesens an, war aber mehr zum Spazierenfahren und Reiten als zu ernstlichen Sachen geneigt.“ „Die süßen Jahre der herrschaftlichen Dekadenz“ weiterlesen
Familiendrama: Der Sohn nimmt blutige Rache
Im Handstreich entreißt ihr der älteste Sohn Enno Ludwig am 11. Mai 1651 nach fast drei Jahren die Regierungsgeschäfte. Er war in Wien vom Kaiser zum Reichshofrat ehrenhalber ernannt worden. Damit gilt der Achtzehnjährige offiziell als volljährig und regierungsfähig. Auf vehementem Drängen einflussreicher ostfriesischer Kreise und aufgehetzt von erbitterten Gegnern des Ehepaars Marenholz und Julianes, kehrt der junge Thronfolger überraschend in seine Heimat an den Auricher Hof zurück, um sein Erbe und seine Regierungsaufgabe sofort anzutreten. „Familiendrama: Der Sohn nimmt blutige Rache“ weiterlesen
Erfolg und Tragik einer Hymne: „Wor de Nordseewellen…“
Als die junge Frau die sehnsuchtsvollen Zeilen schrieb, lebte sie fernab ihrer Heimat seit fast zehn Jahren in Berlin. Dort in der Hauptstadt arbeitete sie als Redakteurin beim „Deutschen Familienblatt“, bevor sie mit ihrer Heirat 1905 ihren Beruf aufgab. Das war damals so üblich. So hatte sie aber mehr Zeit für ihre persönlichen Ambitionen als Schriftstellerin. Sie nahm erfolgreich an Berliner Literaturwettbewerben teil und veröffentlichte kleine Gedichtbände. Darunter 1907 mit dreißig Jahren auch ihre „Schelmenstücke. Plattdeutsche Gedichte“. Gleich das erste sollte Geschichte machen: „Mine Heimat“. „Erfolg und Tragik einer Hymne: „Wor de Nordseewellen…““ weiterlesen
Versteck in luftiger Höhe: Störtebekers Turm am Wasser
Im wehrhaften Turm einer ostfriesischen Kirche fand der berühmteste Seeräuber Deutschlands Zuflucht: Klaus Störtebeker. Fünf Jahre, bis zu seinem Tod 1401 in Hamburg, soll sich der Pirat in Marienhafe versteckt haben. Der Ort war Ende des 14. Jahrhunderts nach drei gewaltigen Sturmfluten noch direkt mit der Leybucht verbunden und bot damit Zugang zur offenen Nordsee. Seine flachgängigen Schiffe hat der Pirat angeblich direkt am mächtigen Backsteinbau der Marienkirche festgemacht, wenn er mal wieder in Ostfriesland Unterschlupf suchte.
Unzählige Legenden und Räubergeschichten ranken sich um Klaus Störtebeker und seine Mannen, die Vitalienbrüder. „Versteck in luftiger Höhe: Störtebekers Turm am Wasser“ weiterlesen
Das olympische Feuer Ostfrieslands: Klinker aus dem Ringofen von Nenndorf
Mittendrin im flachen Ostfriesland steht ein echtes Unikat: der einzige Ringofen Europas, der mit Torf befeuert wird, und der noch in Betrieb ist. Im kleinen Nenndorf bei Westerholt erhebt sich ganz am Ortsrand ein langer Schornstein aus der Ebene. Er weist schon von Weitem den Weg in diese einmalige Ziegelei, die unter Architekten einen legendären Ruf genießt. Werden hier doch Backsteine gebrannt, die durch ihr Flammenspiel und die enorme Hitze des Ofens sehr markante und ausdrucksstarke Formen, Farben und Oberflächen liefern. Hier entstehen in aufwändiger Handarbeit kostbare Einzelstücke, fern von der Austauschbarkeit industrieller Serienfertigung. Der Wittmunder Architektur Torfbrand-Klinker wird „Das olympische Feuer Ostfrieslands: Klinker aus dem Ringofen von Nenndorf“ weiterlesen
Zurück in die Zukunft: Bricks oder Besser Bauen mit Backstein
Der Backstein ist wieder da! Heute heisst er ganz cool und sehr cosmopolitisch „Bricks“. Ob in Berlin oder bei den Trendsettern der internationalen Architekturszene: Der alte Baustoff der Ostfriesen ist schwer im Kommen. Jetzt kann man nur noch hoffen, dass der kreative Zeitgeist auch in das Stammland der gebrannten Ziegel zurückkehrt. Denn nichts anderes ist Ostfriesland: The Home of Bricks. „Zurück in die Zukunft: Bricks oder Besser Bauen mit Backstein“ weiterlesen




