Ostfrieslandreise: Auf Schienen der Erinnerung durch ein geteiltes Land

Langsam verblasst die Erinnerung an jene Zeiten, als die Eisenbahn Ostfriesland erstmals mit den Metropolen und den Wirtschaftszentren des 19. Jahrhunderts verband. Als auf der Schiene der Tourismus und die Kohle in das abgeschiedene und durch große Moorgebiete auch abgeschnittene Agrarland im Norden kam. Als Ostfriesland den Anschluss an die Moderne fand. Als die Bahn dem Landstrich am äußersten Rand der Nation einen ungeheuren Entwicklungsschub gab.

So bedeutend Bahn und Schienen für Ostfriesland einmal waren, heute spielen sie eine eher untergeordnete Rolle im öffentlichen Personennahverkehr der Region. „Ostfrieslandreise: Auf Schienen der Erinnerung durch ein geteiltes Land“ weiterlesen

Abfahrt Terminal Norderney: Nur fliegen ist schöner

Das erste Ticket dieses besonderen Tages geht an eine Frau. Es ist für die erste Fähre, die frühmorgens um 6:15 Uhr vom Hafen Norderney nach Norddeich ablegt. Die Dame läutet nichts Geringeres als ein neues Zeitalter ein: für die Reederei Frisia und für den Fährverkehr zu den Ostfriesischen Inseln. Denn an diesem strahlenden Donnerstag, dem 12. Oktober 2017, öffnen sich die Türen des nagelneuen Fährterminals von Norderney erstmals für die Passagiere – schon während der Bauphase ein echter Hingucker von außen. „Abfahrt Terminal Norderney: Nur fliegen ist schöner“ weiterlesen

Von und nach Aurich: Wenn einer eine Reise tut

Das waren noch Zeiten, als Aurich mit frischen Bohnen um einen Urlaub in Ostfriesland warb: „Auricher Bohnen“- ein köstliches Essen zu jeder Jahreszeit“ hieß es im Nachkriegsjahr 1946. Das könnte auch heute noch als Slogan funktionieren, denn die lebendige Kreisstadt, mitten im Festland der ostfriesischen Halbinsel gelegen, wirbt aktuell als „Stadt im Grünen“ um ihre Besucher. Da würde sich regionale Küche mit grünem Gemüse doch gut in das frische Image des Auricher Tourismusmarketing einfügen.

Viele solche Kuriositäten aus der Zeit als der Tourismus Einzug ins flache Land hielt, als Reisen für immer breitere Bevölkerungsschichten möglich und die touristische Infrastruktur entsprechend ausgebaut wurde, hält „Von und nach Aurich: Wenn einer eine Reise tut“ weiterlesen

Einmalig: Mit der Postkutsche durch das Wattenmeer

Hilgenriedersiel ist heute ein stiller Fleck am Deich, mit grasenden Kühen und Schafen und dem einzigen Naturbadestrand an der gesamten Küste. Das war vor knapp 200 Jahren noch ganz anders, als landesweit ein einzigartiger Service für die ersten Touristen auf Norderney zur Verfügung stand: Mit der Postkutsche ging es mitten durchs Wattenmeer! Damals war der Sielort ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt auf dem Weg nach Norderney, hier tobte das Leben und das bunte Treiben der ankommenden und abfahrenden Gäste. „Einmalig: Mit der Postkutsche durch das Wattenmeer“ weiterlesen

Auf geht’s nach Juist: Mehr Reisen geht nicht!

 

Wer sich den ultimativen Kick des Reisens geben will, dem empfiehlt sich ein Tagesausflug nach Juist. Denn nur hier gibt es die unglaubliche Kombination aus Flugzeug, Pferd und Schiff als Transportmittel. Das macht Juist so speziell – und natürlich auch der kilometerlange Sandstrand mit Strandkörben und Dünen. Angekommen auf der langen, schmalen Insel, kann man auch noch den Drahtesel nehmen und sie radelnd erkunden. Na, wie wär’s mit einem Besuch an der Nordsee? „Auf geht’s nach Juist: Mehr Reisen geht nicht!“ weiterlesen

Visionäres vom Wattenmeer: Wenn Wattführer zu Marketingexperten werden

11.500 Quadratkilometer ist es groß, dieses weltweit einzigartige amphibische Gebilde, das sich rund 500 Kilometer entlang der niederländischen und deutschen Küste bis vor Dänemark zieht. 2009 ist es von der UNESCO zum Weltnaturerbe der Menschheit ernannt worden: das Wattenmeer. Zwar war der Nationalpark Wattenmeer durch deutsche Gesetzgebung schon lange geschützt, doch die internationale Auszeichnung adelte das Schwemmland im Norden Deutschlands und stellte es auf eine Stufe wie den Grand Canyon in Nordamerika oder das Great Barrier Reef in Australien. Seitdem heißt es im bis dahin eher zurückhaltenden ostfriesischen Tourismus-Marketing ganz weltmännisch „Welcome to the Wadden Sea World Heritage Site“. Nun sage keiner, Ostfriesland sei nicht vorbereitet auf internationale Besucher! „Visionäres vom Wattenmeer: Wenn Wattführer zu Marketingexperten werden“ weiterlesen

Lebensrettend: Kostbares Blut vom kleinen Wattwurm

Weltweit fehlen jährlich mindestens 75 Millionen Liter an Blutspenden. Das Lebenselexier des Menschen ist Mangelware – und ausgerechnet der Wattwurm scheint hier eine Lösung zu bieten: Denn er transportiert mit einem Molekül Sauerstoff in seinem Körper, das dieses genauso gut auch im Blut von Säugetieren erledigen kann. Warum also dieses Wundermittel des Wurms, eine Art Ersatz-Hämoglobin, nicht als künstliche Blutkonserve für uns Menschen nutzen? „Lebensrettend: Kostbares Blut vom kleinen Wattwurm“ weiterlesen

Das Original ist aus Upleward: Schlickschlittenrennen

Ganz im Westen und ganz im Osten der ostfriesischen Halbinsel liegen die Metropolen eines Sports, den man nur im Wattenmeer ausüben kann: das Schlickschlittenrennen. Im Spätsommer zieht es wahre Heerscharen zu den „Wältmeisterschaften“ in einen kleinen Ort in der Krummhörn. Im Frühsommer können sich die Fans der Sportart beim  Watt’n Schlick-Festival im friesischen Dangast schon Mal aufwärmen. Doch die größte Veranstaltung dieser Art und die mit der längsten Tradition ist einfach das ostfriesische Original in Upleward südlich von Greetsiel. Seit mehr als dreißig Jahren „Das Original ist aus Upleward: Schlickschlittenrennen“ weiterlesen

Im Zweifelsfall tödlich: Trügerisches Wattenmeer

„Ich stehe hier auf einer Plat und muß ertrinken.“ Mit diesen wenigen Worten wurde er unsterblich. Tjark Evers aus Baltrum ist nur 21 Jahre alt geworden. Doch seine überaus bewegenden Zeilen, die er im Angesicht des nahenden Todes seiner Familie auf der heimatlichen Insel zum Abschied schrieb, währten weit über sein kurzes Leben hinaus. Sie rühren die Menschen bis heute. Wie gefährlich Nebel und schlechte Sicht im Wattenmeer werden können, davon zeugt sein unbarmherziges Schicksal, eine der tragischsten Geschichten Ostfrieslands, die historisch überliefert ist. Sie passierte vor gut 150 Jahren, am vierten Advent des Jahres 1866, direkt vor der Insel Baltrum. „Im Zweifelsfall tödlich: Trügerisches Wattenmeer“ weiterlesen