„So schön wie das Mündungsdelta des Orinoco“, das hat mal jemand über die amphibische Landschaft zwischen Nordseeküste und Ostfriesischen Inseln geschrieben. 10.000 Quadratkilometer ist es groß, dieses weltweit einzigartige Gebilde, das sich entlang der niederländischen und deutschen Küste bis nach Dänemark zieht. 2009 ist es von der UNESCO zum Weltnaturerbe der Menschheit ernannt worden: das Wattenmeer. Das Watt ist jener Teil des Wattenmeeres, der im Wechsel der Gezeiten regelmäßig überflutet wird und wieder trockenfällt. Das Watt nimmt zwei Drittel des gesamten Wattenmeeres ein. „Welcome to the Weltwunder: Fressen und gefressen werden im weiten Wattenmeer“ weiterlesen
Kategorie: Tiere und Pflanzen
Stiftung Ökowerk Emden: Eine Ideenschmiede für die Welt
SalFar steht für „Saline Farming“ und ist der Name eines internationalen Projektes, das die EU ins Leben gerufen hat, um innovative und neue Methoden bei der landwirtschaftlichen Nutzung von salzhaltigen Böden zu entwickeln. An der Küste Ostfrieslands, direkt hinter einem hohen Deich an der Emsmündung, befindet sich eines der zehn europäischen SalFar-Forschungslabore. Denn das Ökowerk in Emden vertritt Deutschland in dem ambitionierten Programm zu dem sechs weitere Nordsee-Anrainerstaaten beitragen: Norwegen, Schweden, Dänemark, Holland, Belgien und Großbritannien sind auch mit dabei. Insgesamt arbeiten 14 sehr unterschiedliche Partner an der Untersuchung, darunter auch Universitäten für die akademische Begleitung. „Wir sind eine gute Kombination aus Denkern und Machern“, meint Detlef Stang, Geschäftsführer der Emder Stiftung und deutscher Projektleiter für SalFar. „Stiftung Ökowerk Emden: Eine Ideenschmiede für die Welt“ weiterlesen
Austernsammeln im Watt: Ostfriesische Noblesse
Französische Lebensart an der Nordsee: Denn frische Austern sammeln, das geht auch in Ostfriesland! Wenn die Winde günstig stehen, dann kullern sie einem manchmal direkt vor die Füße. So genau geschehen im Niedersächsischen Watt an einem warmen Spätsommertag. Wohin man schaut, überall liegen sie am Boden, verstreut über den schillernden Schlickteppich – da greift die Dame von Welt doch gleich beherzt zu. Man muss sie nur noch aufheben und schon hat man sie in der Hand, die Delikatesse der Meere. Da fragt sich der Gourmet unwillkürlich: Warum noch in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? „Austernsammeln im Watt: Ostfriesische Noblesse“ weiterlesen
Gut gefüttert, Norddeich! Den Seehunden geht es prächtig
Fünfundzwanzig Kilo müssen sie mindestens schwer sein, um wieder selbstständig in ihrem Revier, der Nordsee, zu leben und auf Nahrungssuche zu gehen. Das ist das Auswilderungsgewicht für alle Seehunde, die während des Sommers in der Seehundstation in Norddeich Kraft getankt haben. Mit viel fetter Milch und Fisch aufgezogen, geht es nun in die Freiheit, startet die schönste Seehund-Saison des Jahres. Die ersten Jungtiere sind schon Anfang August wieder in die freie Wildbahn entlassen worden, die anderen werden ihnen nach und nach in den geflochtenen Weidenkorben folgen. Nur Freude und kein bisschen Wehmut sieht man beim Abschied, vor allen Dingen bei den Pflegern, die sich im Schnitt 63 Tage lang um die hungrigen Jungtiere mit dem Silberfell gekümmert haben. „Gut gefüttert, Norddeich! Den Seehunden geht es prächtig“ weiterlesen
Tödlicher Ausgang: Wenn Wale im Wattenmeer stranden
Zuerst werden die Knochen in einen großen beheizten Container mit Wasser, Bakterien und Waschmittel gefüllt. Nach etwa einem Monat haben die Kleinstlebewesen das restliche Fleisch zersetzt. Danach wäscht man sie und befreit sie mit einer speziellen Lösung von ihrem Geruch. Zum Schluss werden die gereinigten Knochenteile wie bei einem 3D-Puzzle wieder zu einem überdimensionalen Skelett zusammengesetzt. Das blüht einem Pottwal, wenn er sich in die flache Nordsee verirrt, strandet und elendig im Wattenmeer verendet. Denn darin hat das riesige Säugetier, das bis zu 500 Metern tief taucht, eigentlich nichts zu suchen. „Tödlicher Ausgang: Wenn Wale im Wattenmeer stranden“ weiterlesen
Aus dem Land der feuchten Moore: Die Eroberung der Natur
„O schaurig ist’s, übers Moor zu gehn“. Ein unheimlicher Ort, voll spukender Geister und den Seelen Untoter, so gruselig beschreiben Gedichte und Volksglauben eine Landschaft, die einst große Teile Deutschlands prägte: 20 Prozent unseres Landes waren ein Mal von Mooren bedeckt. Besonders Norddeutschland haben sie ein unveränderliches Gesicht geben. Niedersachsen ist „Aus dem Land der feuchten Moore: Die Eroberung der Natur“ weiterlesen
Ohne Torf geht’s auch – Gärtnern für den Klimaschutz!
Zum Heizen braucht man Torf nun wirklich nicht mehr und auch sonst gibt es gute Gründe auf das organische Material zu verzichten. Denn beim Abbau des Stoffes, aus dem die Moore sind, wird gefährliches Treibhausgas frei gesetzt. Und das in Mengen, die überraschen. Besonders in „Ohne Torf geht’s auch – Gärtnern für den Klimaschutz!“ weiterlesen
Ein ganz neuer Blick auf eine alte Moorleiche
Kommt Ihnen dieser Mann bekannt vor? Das Gesicht, das Sie hier frontal anblickt, wurde erkennungsdienstlich behandelt, und zwar vom Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt. Denn bei dem Herrn mit den leuchtend blauen Augen handelt sich um das lebensechte Modell von einem der bekanntesten Köpfe Ostfrieslands: die Moorleiche von Bernuthsfeld. „Bernie“ starb vor 1.200 Jahren, wurde „Ein ganz neuer Blick auf eine alte Moorleiche“ weiterlesen
Leckeres aus Buchweizen: Gesund und glutenfrei
Buchweizen ist ein Superfood. Das hätten die Siedler der Moorkolonien damals wohl auch nicht für möglich gehalten, dass das Nahrungsmittel der armen Leute im 21. Jahrhundert eine derartige Renaissance erfährt. Mit Weizen hat die Pflanze allerdings nichts zu tun. Sie ist ein krautiges Knöterichgewächs, dass etwa 60 cm hoch und mit der Sense geerntet wird. „Leckeres aus Buchweizen: Gesund und glutenfrei“ weiterlesen






