Trotz modernster Technik und Fortschritt ist auch in unserem Jahrhundert der Schiffsverkehr mit den der ostfriesischen Küste vorgelagerten Inseln immer noch abhängig von den Naturgewalten. Nach Einsetzen des Frostes und besonders in strengen Wintern mit langanhaltenden Frostperioden, die das gefrorene Wattenmeer in bizarre Eislandschaften erstarren lässt, sind etwa durch das Aufschieben von großen Eisschollen, die Fährverbindungen zu den Inseln nicht aufrecht zu erhalten. Die Versorgung der Inselbewohner muss in einem solchen Fall auf andere Weise sichergestellt werden.Nur zu Fuß oder mit Schlitten, die über das Eis gezogen wurden, war es in den vergangenen Jahrhunderten möglich, die Inseln beziehungsweise das Festland zu erreichen. Bei Sturm und Schneegestöber, klirrendem Frost und eisigen Ostwinden waren in jener Zeit Gruppen von Menschen unterwegs, um sich vom Festland mit dem Nötigsten zu versorgen. Das änderte sich mit der Entwicklung der Luftfahrzeuge und es bot sich an, diese für die Inselversorgung zu nutzen.
Von Alfred Schmidt
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