Watt’n Bier: Von der Küste, frisch gebraut in kupfernen Kesseln

Mittwochs geht es im Brauhaus zu Werdum los, denn dann ist wie immer Kochtag. So nennen Brauer den Tag, an dem sie ihren Sud ansetzen und das Bier brauen. Die erste Küstenbrauerei Deutschlands befindet sich in Ostfriesland. Ganz in der Nähe der Deichlinie zwischen den idyllischen Sielorten Neuharlingersiel und Carolinensiel entsteht die regionale Spezialität – ein quasi maritimes Bier. Seit April 2000 wird hier nach alter Handwerkskunst gebraut. Markus Brodmann und Olav Männel heißen die beiden Brauer, die hier kräftig Hand an Hopfen und Hefe, Wasser und Malz legen. „Watt’n Bier: Von der Küste, frisch gebraut in kupfernen Kesseln“ weiterlesen

Schnaps vom Apotheker: Bödeker’s Magenbitter

Einst gab es ihn sogar auf Rezept: den hochprozentigen Klassiker für die leichte Verdauung. 33 Volumen Prozent steckt in der Flasche mit der goldenen Schutzkappe. Doch das Getränk ist weniger Spirituose, sondern „eher als Medizin zu sehen“. Das sagt einer, der es wissen muss: Denn Dr. Florian Penner ist seit 2014 Inhaber der traditionsreichen Löwen-Apotheke in Emden und damit im Besitz der 200 Jahre alten Geheimrezeptur für „Apotheker Bödeker’s Magenbitter“. „Schnaps vom Apotheker: Bödeker’s Magenbitter“ weiterlesen

Erfolg und Tragik einer Hymne: „Wor de Nordseewellen…“

Als die junge Frau die sehnsuchtsvollen Zeilen schrieb, lebte sie fernab ihrer Heimat seit fast zehn Jahren in Berlin. Dort in der Hauptstadt arbeitete sie als Redakteurin beim „Deutschen Familienblatt“, bevor sie mit ihrer Heirat 1905 ihren Beruf aufgab. Das war damals so üblich. So hatte sie aber mehr Zeit für ihre persönlichen Ambitionen als Schriftstellerin. Sie nahm erfolgreich an Berliner Literaturwettbewerben teil und veröffentlichte kleine Gedichtbände. Darunter 1907 mit dreißig Jahren auch ihre „Schelmenstücke. Plattdeutsche Gedichte“. Gleich das erste sollte Geschichte machen: „Mine Heimat“. „Erfolg und Tragik einer Hymne: „Wor de Nordseewellen…““ weiterlesen

Versteck in luftiger Höhe: Störtebekers Turm am Wasser

Im wehrhaften Turm einer ostfriesischen Kirche fand der berühmteste Seeräuber Deutschlands Zuflucht: Klaus Störtebeker. Fünf Jahre, bis zu seinem Tod 1401 in Hamburg, soll sich der Pirat in Marienhafe versteckt haben. Der Ort war Ende des 14. Jahrhunderts nach drei gewaltigen Sturmfluten noch direkt mit der Leybucht verbunden und bot damit Zugang zur offenen Nordsee. Seine flachgängigen Schiffe hat der Pirat angeblich direkt am mächtigen Backsteinbau der Marienkirche festgemacht, wenn er mal wieder in Ostfriesland Unterschlupf suchte.

Unzählige Legenden und Räubergeschichten ranken sich um Klaus Störtebeker und seine Mannen, die Vitalienbrüder. „Versteck in luftiger Höhe: Störtebekers Turm am Wasser“ weiterlesen

Himmlisch: Eine Nacht im Schlafstrandkorb

Allein mit den Naturgewalten, direkt unter dem Sternenhimmel, das Meeresrauschen der Nordsee in den Ohren? Ja, genau dieser alte Traum wird auch in dieser Saison wieder wahr. Am paradiesischen Strand der Weißen Düne auf Norderney stehen seit letztem Jahr zwei Strandkörbe, in denen man schlafen kann: so breit wie ein Doppelbett und sehr viel bequemer als ein Schlafsack. Denn ein wenig kleines Abenteuer schwingt schon mit, wenn man die Natur, die Nacht und die Nordsee fast ganz „Himmlisch: Eine Nacht im Schlafstrandkorb“ weiterlesen

Sieben Inseln, auf Sand gebaut: Kleine Körnerkunde

Sand ist kein nachhaltiger Rohstoff. Er ist endlich wie das Öl der Erde. Er ist, neben Luft und Wasser, der meist gebrauchte Rohstoff der Welt. Ein mittlerweile kostbares Gut, nicht nur auf den Ostfriesischen Inseln – diesen fragilen Sandgebilden der Nordsee, die ihre Existenz auf eine äußerst mobile Unterlage gebaut haben. „Sieben Inseln, auf Sand gebaut: Kleine Körnerkunde“ weiterlesen

Die große Baggerei: Am Strand von Wangerooge

Der Sand ist knapp auf Wangerooge. Er fehlt quasi an allen Ecken und Kanten, und Anfang der Saision wurde er vor allen Dingen am Hauptbadestrand vermisst. Denn der hatte sich im Herbst unvermittelt in eine Steilküste verwandelt. Orkan Herwart und Xavier schlugen unbarmherzig zu und rissen rund 80 Prozent des Sandes an diesem Strandabschnitt weg. Ausgerechnet an der Stelle des Strandes, die zum Herz des Inseltourismus im Sommer zählt. Direkt unterhalb der zentralen Strandpromenade war das blanke Nichts. Wohin mit den Strandkörben, wohin mit den Gästen? Eine kleine Katastrophe für die Insel und Kurdirektor Christian Pollmann. „Die große Baggerei: Am Strand von Wangerooge“ weiterlesen

Ohne Torf geht’s auch – Gärtnern für den Klimaschutz!

Zum Heizen braucht man Torf nun wirklich nicht mehr und auch sonst gibt es gute Gründe auf das organische Material zu verzichten. Denn beim Abbau des Stoffes, aus dem die Moore sind, wird gefährliches Treibhausgas frei gesetzt. Und das in Mengen, die überraschen. Besonders in „Ohne Torf geht’s auch – Gärtnern für den Klimaschutz!“ weiterlesen

Ein ganz neuer Blick auf eine alte Moorleiche

Kommt Ihnen dieser Mann bekannt vor? Das Gesicht, das Sie hier frontal anblickt, wurde erkennungsdienstlich behandelt, und zwar vom Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt. Denn bei dem Herrn mit den leuchtend blauen Augen handelt sich um das lebensechte Modell von einem der bekanntesten Köpfe Ostfrieslands: die Moorleiche von Bernuthsfeld. „Bernie“ starb vor 1.200 Jahren, wurde „Ein ganz neuer Blick auf eine alte Moorleiche“ weiterlesen